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Wichtige Höhepunkte von 1978 - 2010


(be) Im Zuge der Gemeindegebietsreform entstand zum 1.5.1978 aus dem Weiler Ehgatten und den Dörfern Reutern und Welden die neue Marktgemeinde Welden. Lebten damals in den Orten insgesamt 2.778 Menschen, so sind es heute 3.626. Gerade in Welden waren die ersten Jahre noch vom Kanal- und Straßenbau geprägt. Doch auch Reutern wurde mittels eines Sammlers an die Kläranlage in Welden angeschlossen. Trotz staatlicher Zuschüsse sorgten die hohen Beitragszahlungen damals bei den Bürgern für viel Wirbel.

In den Jahren 1983/85 wurde die Volksschule Welden durch einen Neubau wesentlich erweitert. Dabei entstand auch eine ehrenamtlich geführte Bücherei. Im Jahre 1996 erfolgte ein weiterer Schulhausanbau und 1997 wurde eine Außensportanlage in Betrieb genommen. Das Schulschwimmbad wurde 1996/97 für 0,5 Mio. € grundlegend erneuert. 

Der Friedhof in Welden war nach der ersten Erweiterung 1966/68 schon wieder zu klein geworden. So entstand 1986/87 eine mit viel Grün realisierte zweite Erweiterung westlich des Alten Friedhofes. Gleichzeitig wurde auch noch das Leichenhaus umgebaut.

An Pfingsten 1985 suchte ein verheerendes Hochwasser Welden heim. Die kleine Laugna schwoll innerhalb kürzester Zeit zu einem reißenden Fluss an und setzte weite Teile des Ortes unter Wasser. Nachdem umfangreiche Planungen, Genehmigungen und Grundstückverhandlungen abgeschlossen waren, entstanden zwischen 1996 und 2006 insgesamt sieben Hochwasserschutzdämme mit einem Stauraumvolumen von ca. 215.000 m³. Seitdem ist Welden von größeren Hochwässern verschont worden. Zu den Gesamtkosten von rund 2 Mio. € wurden Zuschüsse von ca. 0,9 Mio. € gewährt.

In den Jahren 1992/95 ging es an die Erneuerung der Wasserversorgungsanlage in Welden. Für 1,7 Mio. € wurde ein neuer Hochbehälter mit 700 m³ Fassungsvermögen gebaut, der alte (300 m³) saniert, Verbindungsleitungen verlegt und eine Trennung des Wasserleitungsnetzes zwischen Hoch- und Niederzone vollzogen.

Bereits 1978/79 wurde gemeinsam mit der Kath. Kirchenverwaltung in Welden der Kindergarten „St. Thekla“ gebaut. 1992 wurde feierlich ein Anbau eingeweiht. Ein angrenzendes Grundstück als mögliche Erweiterungsfläche wurde 1998 erworben. Auf diesem Grundstück wird im Jahre 2010 mit einem voraussichtlichen Kostenaufwand von 1,2 Mio. € eine Kinderkrippe errichtet.

1995 war dann auch der Friedhof in Reutern zu klein geworden. Südlich des Alten Friedhofes wurde erweitert und der Platz vor dem bestehenden Leichenhaus neu angelegt.

In einer Bürgerversammlung sprachen sich die Reuterner für den Erhalt der eigenen Wasserversorgungsanlage aus. So wurden in den Jahren 1996/99 für ca. 0,4 Mio. € das Wasserwerk erneuert und der Tiefbrunnen saniert.

Von den Lechwerken wu rde im Jahre 1997 die aufgelassene Bezirksmeisterstelle im Mühlweg erworben. Seit dem ist dort der Gemeindebauhof untergebracht.

Nachdem bereits 1994 ein neues Tanklöschfahrzeug beschafft wurde, konnte dem dringenden Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Welden nach zeitgemäßen Räumlichkeiten in den Jahren 1998-2000 nachgekommen werden. In der Fuggerstraße entstand für rund 2,85 Mio. € ein moderner Gebäudekomplex, in den auch die beiden Musikvereine einziehen konnten. Außerdem konnte auch noch der ca. 300 m² große „Holzwinkelsaal“ in Betrieb genommen werden. Seitdem ist für kulturelle Veranstaltungen aller Art ein hervorragendes Ambiente vorhanden, welches gerne und oft genützt wird.

Im „Laugnatal-Süd“, einem Gebiet mitten in Welden, kaufte die Gemeinde rund 2 ha Grünflächen auf und baute darauf 1997 einen Abenteuerspielplatz und im Jahre 2000 den Neuen Festplatz, welcher gleichzeitig u. a. auch als Parkplatz für den Holzwinkelsaal dient.

Die Freiwillige Feuerwehr Reutern legte in Jahren 1998 bis 2000 selbst viel Hand an den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Auf einem 1995 vom Markt Welden am Friedhofweg erworbenen Grundstück entstand für 0,45 Mio. € Baukosten ein repräsentatives Gebäude. 2007 konnte der Feuerwehr Reutern noch ein neues Löschfahrzeug übergeben werden.

Im Jahre 2000 übertrug der Markt der LEW die Betriebsführung der Kläranlage. Seit dieser Zeit wurde die Kläranlage laufend saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. So ist z. B. die Elektrik überholt, eine neue Rechen-/Sandfanganlage in Betrieb genommen und die drei Regenüberlaufbecken saniert worden.

Für die im Jahre 1989 errichtete Gaststätte „Neuwirt“ konnte kein Pächter mehr gefunden werden. Daher wurden im Jahre 2007 im 1. Obergeschoss und im Dachgeschoss des Gebäudes die Reuterner Vereine untergebracht. Der Musikverein Reutern konnte ebenfalls neue Vereinsräume beziehen, welche für 0,25 Mio. € an den „Neuwirt“ angebaut wurden. Die Gasträume im Erdgeschoss stehen jedoch weiterhin zur Verfügung. Im Jahre 2008 wurde die baufällige Alte Schule in Reutern abgerissen.

Aufgrund der stark frequentierten Staatsstraße 2032 legte der Markt Welden stets großen Wert auf den Bau verkehrssicherer Rad- und Gehwege. So entstand abseits der Hauptstraße bis nach Emersacker ein Radweg. 2008 wurde beim Radweg nach Emersacker zudem ein Skaterplatz gebaut, welcher 2009 um einen Eislaufplatz erweitert wurde. Im Zuge der Bauarbeiten zum Neubau der Staatsstraße 2032 zwischen Welden und Zusamzell wird in den Jahren 2009/10 auch ein Radweg gebaut.
In den Jahren 2009/10 wird das Rathaus mit einem Kostenaufwand von 700.000 € umgebaut und energetisch saniert. Hierfür wurden rund 360.000 € an Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II gewährt.
Der im Jahre 2000 erworbene Alte Festplatz in Welden und das bereits im Jahre 1990 erworbene Nachbargrundstück, mit dem jetzigen „Haus der Vereine und Jugend“ spiegeln die umfangreichen Grundstückskäufe des Marktes Welden in all den Jahren wieder.

Stets gewährte der Markt Welden auch Zuschüsse an Vereine und kirchliche Institutionen. So wurden alle örtlichen Kirchenbauvorhaben mit Zuschüssen in Höhe insgesamt rund 0,75 Mio. € mitfinanziert. So beispielsweise zur Sanierung der Pfarrkirchen in Reutern und Welden, der Theklakirche, für den Bau des Franziskushauses genauso wie für die St.-Thomas-Kirche.

In den letzten 30 Jahren entstanden schließlich in Reutern zwei Baugebiete mit ca. 45 und in Welden sieben Baugebiete mit  ca. 200 Wohnbaugrundstücken und rund 10 ha an Gewerbeflächen.




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